etwas nerdy wird es heute. Gleichzeitig wird es ein hoffentlich profunder Beitrag zur zeitlichen Einordnung Zeumerschen Zubehörs, natürlich nicht aufs Jahr, sondern je nach Bestand und Lieferung auch später verwendet. Aber grob passt es.
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Erst einmal im Überblick von links nach rechts Spanschachtel (bis 1914)
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Ovale lederartige Pappschachtel (Heinrichsen Erstversuch mit Pappe bis 1916, ich nenne sie Ü1, für Übergang Variante 1 etc)
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Braune und bläulichgraue Pappschachtel, mit den Kriegsjahren immer dünner werdend (bis 1918) Ü2
Blauetikettierte gemaserte Klassikerschachtel mit den neuen größeren Heinrichsen Figuren (ab 1920) Kein Bild, kennt jeder! Altheinrichsen wird sicher auch noch weiter verkauft , aber in den "blauen" hab ich sie nie gesehen. Dann gibt's statistische Ausreißer
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Eine viereckige Schachtel mit gleichlangen Seiten, extra stabil für den Postweg.
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Schön noch vom Zeumer die Altheinrichsen Etikettierung überklebt, also datiert vor 1914-16
In dieser Phase 1912 bis 1920 beginnt auch die fast inflationäre Beklebung von seinen Werbezetteln (siehe oben) beginnend bei den letzten Spanschachteln und all den Übergangsschachtelvarianten von Heinrichsen noch ohne Nummern. Also die Werbung für seinen Laden, für seine Erbsenkanone, Heinrichsenfiguren und natürlich für sein Zubehör und die Kataloge.
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Hier Beginn der Nummern ca 1918 die früheste bei mir ist die 3, auf einer Ü3, die früheste Nummer auf einer Hahnemann Schachtel ist die 10 bei mir, datiert um 1922 auf ein BIZ, bis 26 auch auf Biz. Das Ganze geht bis zur 26, sehr spannend hierbei zu beachten, die Nummern stehen nicht zwingend chronologisch, es sind ca 80 verschiedene Grafikplatten mit verschiedener Werbung. Gesichert geht die Werbung und die nummerierte Zettelei bis Ende 1930er Jahre. Und warum quäle ich euch damit? Weil Zeumer auch Zettel dieser Art an sein Zubehör, seine Häuser, Bücher und Kanonen klebte. Und somit kann man einzelne Stücke wie Häuser sehr gut über die Zinnfigurenschachteln datieren. Beispiel Werbung Erwähnung 3000 Sorten Figuren (bis 1916) dann 5000 Sorten Figuren (ab 1916) oder Kanone kostet 1.- Mark, bis ca 1918, danach 1.10 Mark. Usw... Je nach Formulierung, Nummer, Schachtelinhalt (hier kommen die Neuheiten Aufdrucke der Heinrichsen Schachteln im Abgleich mit den jährlichen Katalognovellen mit ins Spiel)
Traurige Nachricht! Stefan Ries aus Berlin, hochaktiver Sammler seit den 80er Jahren, ist am Montag verstorben. Er war noch sehr jung, geboren 1962, fast mein Alter, viel zu früh .Er war ein Kompendium an Wissen, ruhig, geduldig und freundlich und Herausgeber von Vitrinenfiguren. Stefan hatte seinen Sammlervereinseinstand zum Thema Zinnfiguren in der Berliner Jugendgruppe, die von "Dieter" Zeumer, dem Sohn von Hans Zeumer Dresden, geleitet wurde in den 80er Jahren. Das Bild weiter oben mit Koriphäen der sächsischen Zinnfiguren Geschichte, Zeumer, Thieme, Fritsch, war von ihm.
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Mit ihm verlieren wir wir einen vielseitigen Kenner der Zinnfigurenszene, einen brillanten Bemaler und Herausgeber und profunden Sammler der 1870/71er Zeit, von Musikkapellen in Zinn aller Zeiträume und vor allem verlieren wir einen wirklich tollen Menschen. Ich bin sehr traurig.
Die Zahnreißerszene (unter anderem) sieht ja spektakulär aus. Stadtsilhouette, Dynamik der Figuren, Farbgebung, Häuschen 😍 Blickwirkung, ich bin begeistert. Hoffentlich schaffe ich es dorthin, wie lange ist die Ausstellung noch? Ich würde mich gerne auf den Marktplatz stellen und stunderlang loben!
Die französischen Schachteln sind eine Augenweide. Die Historischen Zinnfiguren Werkstätten Berlin, hat das nicht mit Scholtz zu tun? Die Reichswehrschachtel ist von 1928, steht auf einer Broschüre, da hat er schon Figuren gehandelt, aber auch hergestellt? Das tückische an schönen Schachteln, da musst du aufpassen, Christian, ist, wenn du dann auch alle französischen, englischen und Schweizer Schachteln haben willst. :-)
Guten Morgen! Schmidtchen muss ich mir unbedingt zulegen, und lautes mitlesbares Denken ist oft spannender als das Ergebnis. Zeumer Zinnfiguren mag man noch irgendwann erkennen, Patzsch finde ich viel schwieriger, weil ich zu wenig von ihm in der Hand hatte. Und am Schwierigsten sind die Holzfiguren, die über Zeumers Ladentisch gingen, alle gut beschrieben, aber keiner weiß es, wenn er die erzgebirgischen Männel in der Hand hält. Dann sind Fundhorizonte wichtig, was würde an Figuren bei den Häusern mit gekauft (Flohmarkt, Auktion. Börse). Bald hab ich mehr Zeit, dann geht's hier weiter.
Christian, tausend Dank, die Schachtel Beschriftung 118 rettet mir mindestens 20 kommende schlechte Tage, ich hab eine Überlandpost von Zeumer, yihaaa.
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Hab immer dran geglaubt 😀 Gefühl vor Wissen, manchmal wichtig.
Christian!!! Ist ja ganz wild. Ich hab doch mal ne Kutsche mit Zeumerverdacht gepostet. Und die hier von dir ist identisch. Einzig die Kutschenfarbe differenziert. Pferde, Figuren, Kutsche gleich. Woran machst du deine Zeumer-Beziehung bei der Kutsche fest? Aud em Sockel der Pferde ist ein Hinsch H bei mir.
Hallo Christian, das ist ja eine schöne Überraschung. Danke! Sehe ich die Kanone und Protze als von Patzsch gebaut? Die Reiter wiederum erscheinen mir nicht total Zeumer-like, zumindest unterscheiden sie sich von meinem Reichswehr-Vorspann mit Z D Sigel. Aber mittlerweile habe ich so viele Figuren von Zeumer ohne Sigelkennung gesehen und erworben, da ist das nicht verwunderlich, wenns fehlt. Die "Besetzung" find ich spannend, weil ich noch keine verifizierte habe ^^ Und erst, wenn man was in den Händen hält, machen die Synapsen eine Ausnahme beim täglichen Löschen von "Unwichtigem". So erklärt sich vielleicht bei einigen Sammlern ihre manische Objektmehrung. Also zumindest bei mir.
Mir fehlt die Zeumerkatalog-Liste 78, hat vielleicht jemand eine Kopie davon? Das ist eine ziemlich wichtige Liste, wenn man Zeumerfiguren identifizieren möchte. Gruß und schönen Frühling!
Hallo ihr glücklichen Archäologen. Man könnte von der Ferne ein wenig spekulieren, was vom Bleisoldaten eben noch so übrig ist. Linker Arm unten und rechter unter der Nase, da würde ich auf Trompeter tippen. Kein Offizier hält seine Pistole so unter die 👃 Anliegende Armform und überhaupt tippe ich Unkundiger auf Haffner oder Spenkuch. Für Heyde zu klein, für Schneider zu fein, Krause wird's wohl auch nicht sein. Ich habe in den 1970ern Matchbox im Spielplatz Sandkasten gefunden. Ich kann mich gut in euer Fundglück hineinversetzen. Gruß vom Kelvin
Aktuell ist unsere gemeinsame Gesichtserkennung auf folgendem Stand. "Betriebsausflug" nach Meißen? Links Hans Zeumer, zweiter von links Hans Fritsch, Zeichner und Bemalter, ganz rechts eher unsicher HJ Thiel oder Otto Thieme. Wer mag es verifizieren, mit Bildern?
Links ist zweifellos Zeumer, meintest du mit dem jüngeren den ganz rechts, eventuell Hans Fritsch? Es ist uneindeutig leider. Im Hintergrund Meissen ist auch nicht ganz klar.
Hallo liebe Forenfreunde, es gibt Neues zu Zeumer.
ich habe unbekannte Fotos zu Hans Zeumer und Heinz - Dietrich Zeumer entdeckt. Meine Frage, wer sind die anderen Personen? Ich hätte gern Hahnemann, Heinrichsen und Mignot auf diesem Bild erkannt 😅 [[File:IMG_20260226_074239.jpg|none|auto]]
Und das hier ist "Dieter" Zeumer auf der 3. Leipziger Zinnfiguren Börse 1988, kennt jemand den Jungen? [[File:IMG_20260226_074210.jpg|none|auto]]
Danke fürs Helfen und einen schönen Frühling wünsche ich!
Guten Abend, liebe Zinnfigurenfreunde! Ich tüftle seit zwei Tagen an folgender Sache. Ich habe eine schöne Hahnemann Schachtel aus den frühen Tagen der Kieler Zinnfiguren Geschichte bekommen, aber mit unklarem Inhalt.
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Die Figuren mögen zur Beschreibung passen, sind aber keine Kieler bzw Hahnemann. Woher sind sie?
[[File:IMG_20260202_193324.jpg|none|auto]] Sockel ohne Prägung, Heinrichsen wahrscheinlich, Figuren mit 35mm eigentlich über Heinrichsen Maß, denn die Sockelform finde ich nur bei alten E. Heinrichsen aus der Zeit vor 1915, dafür aber sind diese hier wieder zu groß und zu schön 😅 Erst mit Ernst Heinrichsen Packungen, also den blauen Pappschachteln, werden die Figuren angepasst bei Neuheiten.
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Und wie müssen die echten Kieler da drin aussehen? Danke für die Hilfe, hoffentlich kennt ihr euch auch mit Heinrichsen so gut aus. Gruß Kelvin
Guten Morgen, ich versuche aktuell zu verstehen, wann der Übergang der Heinrichsenschachteln von Holz auf Pappe stattfand. Spanschachteln gab es ja immer, aber bei kleinen Schachteln haben Pappe und Tackerkrampen das Holz komplett abgelöst. Das passiert im gleichen Zeitraum wie der Etiketten Wechsel von E. Heinrichsen auf Ernst Heinrichsen. Wann war dieser Wechsel? Ab Ende der 1920er hat man dann komplett die blauen Pappschachteln. Wann gab es die ersten Pappschachtel, die wie Leder aussehen? Spektakuläre Papierverarbeitung nebenbei gesagt. Danke und einen schönen Tag.
Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und viel Zeit zum Besinnen (auf die figürlichen Dinge, die gemacht werden wollen).
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Schon vor 120 Jahren ging das los, Radio an, Stille Nacht gehört, losgemalt, sortiert, geplant, aufgestellt, umgeräumt, Sachen wiedergefunden, neu geplant, zwischendurch lecker essen und den Angehörigen dabei klar machen, wie wichtig und friedvoll das ist mit den Zinnsoldaten. 🤣 Bis demnächst, euer Kelvin